Zwischen einer Feier im Harz und einer Feier in Braunschweig oder Salzgitter liegt selten ein anderer Stil, aber fast immer eine andere Größe. Die Räume sind weiter, die Tafeln länger, die Gästezahlen höher. Der Stil bleibt derselbe, die Rechnung ändert sich.
Ich schreibe hier auf, worauf ich bei Feiern in Braunschweig und Salzgitter besonders achte, damit ihr die gleichen Punkte vorher durchgehen könnt.
Große Räume brauchen Linien, keine Einzelteile
In einem kleinen Raum kann eine Tafel aus vielen einzelnen Stücken bestehen, das wirkt liebevoll. In einem großen Saal geht dieselbe Tafel unter, weil die Fläche die kleinen Dinge schluckt.
Was in großen Räumen trägt, sind durchgehende Linien: ein Tischläufer über die ganze Länge, eine Kerzenreihe, die nicht abreißt, ein hoher Aufbau an einer Stelle statt vieler kleiner überall. Denkt die Tafel in Abschnitten von zwei bis drei Metern, mit jeweils einer etwas höheren Gruppe und ruhiger Strecke dazwischen.
Mengen je Gast: die Zahlen, mit denen ich rechne
Pro Gast rechne ich mit einem Platzteller, einer Serviette und einem Namensschild, sofern ihr eine feste Sitzordnung habt. Das ist der einfache Teil.
Der Teil, der öfter falsch geschätzt wird, ist alles, was sich nach Tischlänge richtet: Als Anhaltspunkt für die Planung rechne ich mit drei bis vier Lichtpunkten und zwei bis drei Vasen pro laufendem Meter Tafel. Bei einer Tafel für hundert Gäste sind das schnell dreißig bis vierzig Lichter — deutlich mehr, als die meisten im Kopf haben.
Tischläufer werden nach Metern gerechnet, nicht nach Personen. Tischdecken nach Tischgröße. Wenn ihr mir eure Tischlänge und die Tischform nennt, rechne ich das im Gespräch aus.
Zeitpuffer beim Aufbau
Eine Tafel für fünfzig Gäste ist ein Tisch. Eine Tafel für hundertzwanzig ist eine Fläche. Es sind nicht nur mehr Teile, es sind auch längere Wege im Raum, mehr Kisten und mehr Ausrichten.
Ich plane bei großen Aufbauten deshalb spürbar mehr Zeit ein und fahre früher los. Von Goslar nach Braunschweig sind es rund 45 Kilometer, nach Salzgitter rund 35. Das ist keine weite Strecke, aber sie will im Zeitplan stehen.
Was oft hilft: den Aufbau auf den Tag vorher zu legen, wenn der Raum frei ist. Dann bleibt am Hochzeitsmorgen Luft für alles, was doch anders kommt.
Absprache mit der Location
Bei größeren Häusern arbeiten am Hochzeitsvormittag oft mehrere Gewerke gleichzeitig: Küche, Technik, Floristik, ich. Das geht gut, wenn die Reihenfolge klar ist, und wird eng, wenn alle gleichzeitig an denselben Tisch wollen.
Ich kläre deshalb gern direkt mit eurer Location: ab wann der Raum frei ist, wo ich anfahren kann, ob es einen Aufzug oder Stufen gibt, und wann nach der Feier abgebaut werden darf. Ihr müsst dafür nur den Kontakt herstellen.
Fragt außerdem nach, ob die Location eigene Tische stellt und welche Maße sie haben. Ein Tisch mit 80 Zentimetern Breite trägt einen anderen Aufbau als einer mit 100.
Der Eingangsbereich
Bei vielen Gästen kommen alle fast gleichzeitig an, und die ersten Minuten entscheiden über die Stimmung. Ein gut lesbarer Sitzplan und ein Willkommensschild nehmen dieser Phase die Unruhe, weil niemand suchen muss.
Achtet auf die Schriftgröße. Was am Bildschirm gut aussieht, ist auf drei Meter Entfernung oft nicht mehr lesbar. Lieber weniger Text und größer.
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