Die meisten Paare kommen zu mir mit einer Vorstellung im Kopf und einer Liste im Handy, auf der Deko ganz unten steht. Das ist verständlich, denn zuerst kommen Location, Termin und Essen. Trotzdem entscheidet sich früher, als man denkt, was am Ende möglich ist — vor allem, wenn ihr im Harz feiert.
Ich schreibe hier auf, wie eine realistische Zeitschiene aussieht. Nicht, weil man alles nach Plan machen muss, sondern damit ihr wisst, was jetzt dran ist und was noch warten kann.
Direkt nach der Verlobung: nur zwei Dinge
In den ersten Wochen braucht ihr für die Dekoration eigentlich nichts zu entscheiden. Zwei Dinge helfen aber später enorm. Erstens: Legt euch fest, ob ihr drinnen, draußen oder in beidem feiern wollt. Das bestimmt mehr als jede Farbwahl. Zweitens: Notiert die Raummaße, sobald ihr die Location habt. Länge der Tafel, Deckenhöhe, Breite der Türen. Diese drei Zahlen brauche ich später bei fast jeder Frage.
Was ihr in dieser Phase noch nicht braucht, ist eine Farbwelt. Die verändert sich bei fast allen Paaren zwischen Verlobung und Hochzeit mindestens einmal, und das ist völlig in Ordnung.
Zwölf bis acht Monate vorher: Termin sichern (Empfehlung)
Wenn ihr an einem Samstag zwischen Mai und Oktober heiratet, ist das der Zeitpunkt, an dem ihr euren Dekotermin sichern solltet. Nicht, weil sonst nichts mehr da wäre, sondern weil an einem Samstag im Sommer viele Feiern gleichzeitig laufen und der Aufbau vor Ort nur einmal möglich ist.
Für die Anfrage genügen Datum, Location und eine ungefähre Gästezahl. Alles andere klären wir später. Wenn ich an eurem Tag nicht kann, sage ich das sofort, damit ihr weitersuchen könnt.
Acht bis vier Monate vorher: Showroom und Farbwelt
Jetzt lohnt sich der Termin im Showroom in der Danziger Straße 73 in Goslar. Ich decke euch einen Beispieltisch genau so, wie er bei euch stehen soll: eure Tischwäsche, eure Servietten, eure Kerzenhöhe. In zwanzig Minuten am echten Tisch klärt sich mehr als in wochenlangem Bildersammeln.
Bringt Fotos eures Raums mit, am besten bei Tageslicht und abends. Ein Raum mit dunklen Balken braucht andere Farben als ein heller Saal, und das sieht man auf Fotos sofort.
Legt euch danach auf zwei bis drei Farben fest. Mehr wird auf einer Tafel unruhig, weniger wirkt schnell leer.
Was ihr im Harz zusätzlich bedenken solltet
Erstens das Wetter. Im Oberharz ist es kühler, windiger und wechselhafter als im Tal. Wenn ein Teil eurer Feier draußen stattfinden soll, plant von Anfang an eine Innenvariante mit. Offene Kerzen halten draußen selten, hohe Windlichter dagegen schon.
Zweitens die Höhenlage. In Clausthal-Zellerfeld kann Nebel liegen, während in Goslar die Sonne scheint. Das betrifft weniger die Deko als die Zeitplanung: Ich fahre bei Bergstrecken früher los und plane mehr Puffer.
Drittens die Anfahrtswege. Viele schöne Räume im Harz liegen an schmalen Straßen oder haben enge Zugänge. Wenn ihr mir vorher Fotos vom Eingang schickt, weiß ich, was durchpasst und was nicht.
Viertens die Räume selbst. Alte Gebäude haben oft tiefe Balken, unebene Böden und wenig Steckdosen. Das ist kein Problem, aber es will vorher gesehen werden, besonders bei hohen Aufstellern und bei allem, was Strom braucht.
Die letzten vier Wochen und der Tag danach
Vier Wochen vorher stehen die Mengen. Bis dahin verschieben sich Gästezahlen fast immer, danach wird es ruhiger. Meldet Änderungen einfach, solange die Artikel frei sind, passe ich an.
In der Woche der Hochzeit klären wir die Uhrzeiten: wann der Raum frei ist, wann ich aufbaue, wann nach der Feier abgebaut wird. Beim Full-Service übernehme ich Anfahrt, Aufbau und Abbau.
Und dann kommt der Teil, den viele vergessen: die Rückgabe. Bei Selbstabholung bringt ihr montags zurück. Textilien dürfen benutzt und ungereinigt sein, nur bitte trocken — die Wäsche übernehme ich. Geschirr, Gläser und Besteck kommen sauber zurück. Für das Vor- und Nachbereiten kommt bei Selbstabholung eine Pauschale von 49,90 € dazu.
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